Dienstag, 17. Januar 2017

WALther & WALtraud


Ich hatte es schon angedeutet- LaLillyHerzileien wird thematisch in diesem Jahr etwas vielfältiger. Mein Blog war für mich immer auch ein Fenster in mein Leben, nicht nur eines das zu meiner Nähmaschine zeigt, und da ich über das Nähen von Kleidung hinaus oft kleine oder größere Do- it-yourself-Projekte umsetze, möchte ich ihnen auch hier ihren Platz einräumen. Trotzdem wird mein Schwerpunkt wohl unverschiebbar- ich setze meine Challenge aus dem vergangenen Jahr schließlich fort, und verzichte auch weiterhin auf den Kauf von Kleidung!
Momentan ist mein Kleiderschrank jedoch gut gefüllt, und ich kann mich einem Projekt widmen, das ich mir im letzten Jahr fest für den Beginn von 2017 vorgenommen habe. Nachdem der Zwerg seine Küche bekommen hat, habe ich in seinem Zimmer etwas umräumen müssen, damit er genug Platz zum Spielen hat. Damit einher ging die Idee, sein Zimmer etwas persönlicher und gemütlicher und weniger babypraktisch einzurichten.





Die Farbwahl stand schon fest, da ich ihm eine Patchworkdecke genäht hatte, als er gerade so alt war, dass er sich auf dem Boden ablegen ließ, und die Stoffe aus dieser Decke sollten aufgegriffen werden. Glücklicherweise sind die meisten noch erhältlich, sodass die Herausforderung kleiner als befürchtet war. Als Thema habe ich mich für Wale entschieden.
Es ist nicht so, dass wir eine ausgeprägt maritime Stimmung in der Familie haben, auch wenn Wale wohl dieser Richtung zugeordnet werden, und es ist auch nicht so, dass wir CDs mit Walgesängen lauschen, aber für mich hat es etwas sehr beruhigendes, erdendes, wenn ich in Fernsehdokumentationen sehe, wie ruhig und gleichmäßig diese riesigen Tiere durchs Wasser gleiten. Sie scheinen besonnen und unverwüstlich (was natürlich nicht der realen Bedrohung dieser Tiere entspricht, sondern eine ganz subjektive Wahrnehmung ihrer Erscheinung ist.).


Aus diesem Wunsch und Gefühl heraus, in der Hoffnung, dass die beiden für einen Ort der Ruhe und zufriedenheit im Kinderzimmer sorgen, sidn WALther und WALtraud entstanden. Zwei Wale, die in verschiedener Weise das Kinderzimmer mitgestalten sollen, und die ihre erste Wirkungsstätte als Kissen im Kinderbett gefunden haben.


Die WALther und WALtraud- Kissen können aus verschiedenen Materialien genäht werden- Patchworkstoffe, wie ich sie verwendet habe, Popeline, aber auch aus Sweat, Jersey oder Teddyplüsch, sodass sie echte Kuschelfreunde sind. Außerdem kann über verschieden aufwändige Applikationen und Nähmalereien von der puristischen bis zur fröhlich grinsenden Variante eine ganz individuelle Walparade genäht werden.


Wie gefallen euch die beiden? Brauchen eure Kinderzimmer auch ein paar sanfte kuschelige Riesen? Dann würde ich mich sehr über Unterstützung freuen, denn WALther und WALtraud wollen schnell ins Probenähen starten und ich freue mich sehr auf Bewerbungen in den Kommentaren!

Schnitt: WALther&WALtraud Kuschelkissen von LaLillyHerzileien
Stoff: verschiedene Baumwollstoffe vom Stoffmarkt
verlinkt: Creadienstag, Dienstagsdinge, HOT


Dienstag, 10. Januar 2017

Frau Nikki und das elastische Einfassband


Es geht wieder los- nach dem kleinen Exkurs in die Welt der Tischlerei, bin ich zurück beim Thema Nähen. Ein Stück hat es unverbloggt über den Jahreswechsel geschafft, Frau Nikki von Fritzi Schnittreif hatte ich schon im letzten Jahr genäht, eigentlich war es für November als N wie Nachtblau in den 12 Letters of Handmade Fashion geplant, wurde aber erst nach dem Termin zur Einreichung fertig. Ein winziges Detail hatte mich aufgehalten: Ich hatte keinen Hingucker- das Shirt war (mal abgesehen vom aufregenden Rückenausschnitt) einfach langweilig.


Generell bin ich schlichten Schnitten und Uni- Stoffen ja verfallen, weil ich nach wie vor daran arbeite meine Garderobe kombinierbat zu gestalten, aber einfach nur dunkelblau- ich brauchte das gewisse Etwas und es kam mit dem ersten Tütchen meines Adventkalenders von Strandguträuber (den man schon für 2017 vorbestellen kann, kleine Empfehlung am Rande...): glitzerndes, dunkelblaues Falzgummi!


Bisher hatte ich erst einmal mit Falzgummi gearbeitet, allerdings hatte ich es nicht zum Einfassen verwendet sondern aufgenäht. Das kam für den Ausschnitt aber nicht in Frage, ich musste in den sauren Apfel beißen- ich bin nach der ein oder anderen Erfahrung mit Schrägband nämlich immer wenig euphorisch wenn es darum geht etwas einzufassen.


Ganz entgegen meinen Befürchtungen tat das Vernähen aber garnicht weh. Das Gummiband faltet sich praktisch von selbst um die Stoffkante. Einzig das Maß an Dehnung und die Berechnung der Länge des Gummis war für mich unklar. Ich habe mir mit der Bündchenformel, also dem Faktor 0,7 beholfen, was aber etwas zu stark gedehnt ist- im Bereich der Rundung sieht man minimale Fältchen. Da die Angst vor dem Gummi besiegt ist, werde ich mich aber nach und nach an die richtige Länge herantasten. An Ideen die Bänder einzusetzen mangelt es mir- wie sollte es auch anders sein, natürlich nicht.


Ein wenig Bedenken hatte ich, dass mir das Shirt von der Schulter rutschen könnte. Da ich einen etwas festeren Interlock verwendet habe, hatte ich gedacht, dass das Shirt nicht die nötige Spannung haben würde. Glücklicherweise sitzt der Schnitt unheimlich gut, nichts verrutscht, die BH-Träger bleiben verdeckt, und das Oberteil ist zu jeder Gelegenheit tragbar. Ein solcher Allrounder bleibt sicher nicht allein in meinem Schrank, vorallem, weil das Shirt sehr schnell genäht war. Es ist schon jetzt ein echtes Lieblingsstück! Vielleicht traue ich mich nächstes Mal an einen Viskosejersey. Ich bin neugierig, wie sich durch die Materialwahl der Fall des Shirts verändert.


Schnitt: Frau Nikki von Fritzi gibt es hier
Stoff: Interlock in Nachtblau von Stoffideen Hannover
Glitzerndes Falzgummi von Strandguträuber (aus dem Adventskalender, den ihr hier vorbestellen könnt)
Verlinkt: MeMadeMittwoch Lieblingsstück 2016

Dienstag, 3. Januar 2017

Neues Jahr- neue Themen?




Im Letzten Jahr ging es auf meinem Blog ausschließlich ums Nähen. Als ich dann zum ende des Jahres anfing für den Zwerg einen alten Schrank in eine Spielküche umzubauen, kam mir nach und nach der Gedanke, dass ich eine neue Kategorie in meinem Blog einführen könnte- ab und zu mal etwas zeigen, dass ich gebaut oder getischlert habe, ein Bischen zurück auf Anfang, dahin wo ich vor knapp 10 Jahren stand, als ich gerade im ersten Jahr meiner Tischlerlehre war....

Ich bin noch etwas zögerlich, denn gleichzeitig habe ich den Gedanken im Hinterkopf, dass ich mit meinem werkeln und nähen ein Bischen Geld verdienen muss- zeitlich übersteigt es schon lange die Stunden, die ich normalerweise in Nebenjobs investiert habe, und ich möchte keine Zeit verlieren indem ich einen neuen Nebenjob annehme. Also viele Veränderungen über die ich grübel- der naheliegendste Weg wäre schließlich, meinen Blog und mein Nähen zum gewerbe zu machen, aber das Gefuühl nur eine von vielen Selbstständigen in diesem Bereich zu sein und mich nicht aus der Masse abzuheben sagt mir noch nicht zu.

Heute gibt es also einen kleinen Test: Einmal nichts genähtes, einmal etwas gebautes, ich zeige euch die Küche, an der ich den November und dezember saß, wenn die Nähmaschine geruht hat, und damit auch einen der Gründe dafür, dass die Posts im vergangenen Quartal immer kürzer wurden. Und dem neuen Jahr werde ich wohl die Chance geben, zu zeigen wie es sich entwickelt, bis ich eine klare Linie gefunden habe.


Meine Idee eine Kinderküche zu bauen ist schon länger da, als der Zwerg- eigentlich schon seit der zwerg angedacht war, und ich war sehr erleichtert, dass er mit großer Begeisterung in jeder Küche "kochte! die er irgendwo sah- egal ob im Möbelhaus oder im Wartezimmer des Kinderarztes- mein Traum von der selbstgebauten Spielküche schien seinem Traum vom Spielzeug sehr nahe zu kommen...
Immer wieder befruchtet wurde meine Idee dadurch, dass der Blog Löckchenzauber über einen längeren zeitraum Bilder selbstgebauter Spielküchen sammelte und ich immer wieder inspiriert wurde. Pinterest tat dann sein übriges, und es wurde klar, dass ich einen alten Schrank upcyceln würde, um die küche zu bekommen.

Warum Upcyceln? Ich komme seit ich im letzten Jahr darauf verzichtet habe Kleidung zu kaufen, und mich in diesem Bereich sehr mit Nachhaltigkeit beschäftigt habe, auch jetzt noch nicht ganz vom Thema los. Es gibt viele Möbel, die über Second Hand Märkte angeboten werden, und die qualitativ hochwertig sind, obwohl sie einige Jahre auch dem Buckel haben.
Der Schrank der es bei mir letztlich wurde, kostete mich 30€ und ich habe alle seine Teile in der Küche verbaut. Es war eine Kommode mit den Maßen 1200mm x 400mm und einer Höhe von 950 mm- davon allerdings 400mm Beine, die ich abschrauben und entlang der Rückwand anbringen konnte. Man sieht sie dort in Form der blauen Leiste hinter dem Wasserhahn.


Natürlich kam ich nicht ganz ohne Material aus dem Baumarkt aus. Auch nach vielen Versuchen konnte ich keine geeignete Rückwandplatte und keinen gebrauchten Wasserhahn auftreiben, die von den Maßen her passend waren. Dafür hatte ich seit Jahren eine Emaille-Schüssel im Küchenschrank, die sich perfekt als Waschbecken eignet, da der Rand etwas abgeflacht ist und sie so sehr gut das Loch verdeckt, dass ich in die Deckplatte gesägt habe um sie einzulassen. Die oberste Schublade auf der rechten Seite des Schranks ist dadurch nichtmehr zu öffnen, sie dient als Blende für die Schüssel und das Gestänge des Wasserhahns, aber trotzdem bietet der Schrank noch eine Menge Stauraum, der sich nach und nach wohl mit passendem Zubehör füllen wird.


Natürlich muss der Zwerg auch jetzt nicht ganz ohne Kochutensilien auskommen. Meine Vergangenheit als Tupperberaterin hat das eine oder andere kleine Döschen, Tellerchen und Tässchen mitgebracht und von der Familie bekam der zwerg zum Geburtstag noch einiges weiteres Zubehör. Besonderen Gefallen habe ich an den verschiedenen Holzspielsachen gefunden, die über einen Klettverschluss verbunden werden, und die man an diesen Stellen in zwei Hälften schneiden kann. Wir hatten großes Glück, dass es in der Vorweihnachtszeit einige dieser Sachen in Angeboten von verschiednenen Geschäften gab, und haben diese günstigen Sachen mit den noch fehlenden Sachen von Hape und Beluga kombiniert. Einzig Zubehör für die "Bäckerei" habe ich noch zurückgehalten, damit es nach und nach ergänzt werden kann. Durch die Kopplung von Weihnachten und Geburtstag gibt es bei uns ab und zu auch im Laufe des Jahres ein neues Spielzeug, und der Dezember fiel für den Zwerg dieses Mal ohnehin sehr großzügig aus.


Neben dem Stauraum und dem zubehör war mir sehr wichtig, dass alle die Dinge, die in der echten Küche das große Interesse des kleinen Mannes wecken, in seiner Spielküche auch geboten werden. Daher musssten unbedingt eine Ofenklappe und Drehknöpfe für den Herd integriert werden. Die Ofenklappe lässt sich nun, wie bei einem echten Backofen, nach unten klappen. Tatsächlich ist die Größe des Ofens auch nah an der eines echten Backofens, sodass der Zwerg fast hineinkrabbelt, wenn er seine Werke hinein und heraus bringen will. Ursprünglich war an dieser Stelle eine Tür, die seitlich mit Topfschanieren angebaut war. Die Löcher habe ich mit Holzspachtel zugespachtelt und einfache Bänder an der Unterseite aufgeschraubt. Rechts und Links wird die Klappe durch einen Magnet verschlossen gehalten.


Ein kleiner Glücksgriff in meinem Keller war dann der Griff. Mein herz blutet immer, wenn ich auf dem Sperrmüll Möbel sehe, an denen teure und hochwertige Beschläge mit weggeworfen werden. Früher habe ich dann, da ich ohnehin den Schraubendreher in der Arbeithose hatte, kurzerhand die Griffe abgeschraubt und mitgenommen. Ein solcher Griff ziert jetzt die Ofenklappe. Und ich habe neuerdings wieder einen Schraubendreher in der Tasche....



Für die Klappe war natürlich auch ein Fenster nötig, das ich ausgesägt und mit einer Plexiglasplatte mit Verdunklungsfolie farblich angepasst habe.
Neben dem Baumarkt habe ich vieles für die Küche im Sozialen Kaufhaus, also Second Hand Geschäften, die auch Zubehör für Küchen führen, gekauft. Das Tablett erschien mir perfekt als Backblech. Das kleine Töpfchen darauf hat die Oma von einer Indienreise mitgebracht- das Küchenzubehör ist allgemein sehr international, es ist auch noch ein Topf von der Ile de la Reunion dabei.


Als besonderes Highlight verbirgt sich dahinter, im Inneren des Ofens, noch eine Lampe, die mit Batterien betrieben werden kann, und durch Drücken eingeschaltet wird. Die Batterien sind mir, was den Müll angeht, noch ein Dorn im Auge, eine richtige Lampe war mir wegen Kabeln und Strom aber schlicht zu gefährlich. Glücklicherweise funktionieren diese Lamben auch mit fast leeren Batterien, sodass darin aufgebraucht wird, was an anderen Stellen im Haushalt schon aussortiert werden muss, langfristig werden aber Akkus zum Einsatz kommen.


Oberhalb des Backofens befindet sich ganz klassisch das Kochfeld mit vier Platten, die ich aus unterschiedlich großen Topduntersetzern gemacht habe. Auch hier ist wieder einiges an Spachtelmasse zum Einsatz gekommen, und anschließend viel Lack geflossen.  Dank gutem Klebstoff ("Kleben statt Bohren") halten sie auch den Attacken eines Zweijährigen problemlos stand!


Eine kleine Entbehrung hat die Küche mir neben der Schüssel für das Waschbecken noch abverlangt. Der Oberschrank war eine Sortierbox aus meinem Nähzimmer, und die "Küchenrolle", mit Klettverschluss verbundenen Filz-Blätter, befindet sich auf dem Toilettenpapierhalter aus unserem Badezimmer. Glücklicherweise ist dieser ersetzbar und die Fahrt zu Ikea schon geplant.


Auch die Hängeleiste, die Haken und die Körbchen für Kochlöffel und Co hatte ich noch aus meinen vergangenen Küchen im Keller aufbewahrt, und für die Geschirr-ausstattung fanden sich 4 Mini Puddingschalen, vier Wichtel und einige andere Teile aus dem Tupperschrank.
Besonders gefreut habe ich mich, als ich im Sozialkaufhaus das kleine Abtropfgitter sah. Es war eigentlich nicht geplant ein Gitter zu suchen, aber die Maße waren optimal, sodass ich es mitnehmen musste.


Natürlich ist es nicht ganz günstig eine Küche mit dieser Ausstattung selbst zu Bauen. Ich muss eingestehen, dass es sogar teurer war als ich erwartet hatte- und ich war schon im Voraus davon ausgegangen, dass ich nicht günstiger wegkäme als mit einer gekauften Küche- es hat mir aber neben der Freude, die es mir bereitet, wenn der erste Weg des Zwergs vom Bett zu seiner Kaffeemaschine führt (Abstammung eindeutig), die Freude an meinem alten beruf wiedergegeben, die ich im Laufe meines Studiums etwas aus den Augen verloren hatte.
Natürlich habe ich nicht das Werkzeug und die Maschinen zur Verfügung, die eine Tischlerei bietet, und ich habe dem qualitativ hochwertigen Werkzeug das ich gewohnt bin einige Tränen nachgeweint, aber auch auf "Heimwerkerniveau" macht mir die Küche genauso viel Freude wie ihrem kleinen Besitzer- und sogar mein Mann hat eingestanden, dass der Bau nicht so eine Schnapsidee war, wie er anfangs dachte

verlinkt: Creadienstag

Samstag, 24. Dezember 2016

Fröhliche Weihnachten und bis zum nächsten Jahr!


Es war ein aufregendes jahr, und weil ich in den nächsten Tagen pausieren und die Zeit mit meiner Familie genißen möchte, verabschiede ich mich für den Rest des Jahres in den Feiertagstrubel. Ich möchte nochmal Danke sagen, an Ephisophie und NeedleOwl für das tolle Sew Along und an Kreativlabor Berlin für die schöne Kooperation- ich hoffe auf Fortsetzungen im kommenden Jahr, und auch an alle, die mir ihr Vertrauen beim probenähen geschenkt haben- und die die für mein Freebook für mich Probegenäht haben. Es war ein tolles Jahr 2016, ich habe mich über jeden Kommentar gefreut, und freue mich sehr auf 2017!

Genießt die Feiertage, ich wünsche euch tolle Geschenke, viel Lametta und knallende Silvesterkorken mit rauschenden Festen!

Feliz Navidad, Merry Christmas, Joyeux Noel, fröhliche Weihnachten


Ugly Christmas Sweater: Missy von Melians Kreatives Stoffchaos
Plott: Reindeer Garland aus dem Silouhette Online Store von Studioilustrado, Design ID #70390
Stoff: Strick von Buttinette

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Leggings einfach und schnell



Leggings sind für mich, trotz meiner anfänglichen Abneigung als sie wieder modern wurden, inzwischen ein nichtmehr wegzudenkendes Kleidungsstück. Sie sind vielseitig und bequem und da ich bekennender Jogginghosen-Hasser bin, sind sie auch meine Alternative für gemütliche Sofa-Abende.
Ich wollte in meinem Jahr "ohne kaufen" also auch auf Leggings nicht verzichten- allerdings war für mich immer eine gewisse Hemmschwelle, dass Leggings genauso viel Stoff verbrauchen wie andere Hosen, für mich meistens aber trotzdem nicht gleichwertig mit einer Hose sind. Leggings sind nichts, das man anzieht wenn es offiziell wird, und auch nicht für besonders schicke Anlässe....


Als ich auf dem Stoffmarkt dann aber über einen Stand stolperte, an dem das elastische Wildlederimitat zu einem schlicht nicht anders zu bezeichnenden Schleuderpreis von 4€ verkauft wurde, war für mich ganz klar: Das ist toll für Winterleggings, weil es wärmer ist als die meisten Jerseys, und: davon wird jeder Fussel verwendet.
Von einer anderen Leggings (die muss ich euch bei Gelegenheit noch zeigen) hatte ich noch genug für eine halbe Hose in Antrazit übrig, und inspiriert vom Ebook von Makerist, habe ich mich entschieden eine Variante der schlichten Leggings zu nähen und vorn und hinten unterschiedliche Stoffe zu wählen.


Gemütlich und schnell verabschiede ich mich hier jetzt auch, ich wünsche euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Ich muss mich noch um ein paar Geschenke kümmern, und hoffe dann gemütlich die kommenden schönen Tage genießen zu können.


Leggings: Schnitt von Makerist gibt es hier, Strech-Wildlederimitat vom Stoffmarkt, Antrazitfarbener Jersey von Buttinette
Cardigan: Schnitt "Lady Cardee" von Nipnaps.ch gibt es hier, Feinstrick in nude über die Gruppe Stoff Kamera Liebe bei Facebook
Verlinkt: Rums

Dienstag, 13. Dezember 2016

Laptop-Tasche "verhüllt"


Letzte Woche habe ich tatsächlich gegen meinen Vorsatz verstoßen wöchentlich zu posten. Eigentlich habe ich das ganze Jahr sehr gut durchgehalten, aber so kurz vor Weihnachten häufen sich die Baustellen im wörtlichen wie auch im Übertragenen Sinne, und ich musste einen kleinen Abstrich zu Gunsten der Geschenke-Organisation machen.
Diese Woche bin ich dafür wieder da, mit der Vorstellung eines neuen Ebooks von Coelner Liebe.
Sandra war tatsächlich mein Grund mit dem Probenähen zu beginnen, und ich freue mich immer wieder wenn ich etwas neues von ihr lese, oder sie etwas neues veröffentlicht. Letzte Woche sind bei ihr die beiden letzten Ebooks der "verhüllt" Serie erschienen, Laptop und Tablet-Hüllen.



In der verhüllt Serie findet man neben den beiden neuen Ebooks auch Ebooks für das nähen von Handy- und E-reader-Hüllen. Allen gemein ist, dass als Materialien alles geeignet ist, das offenkantig vernäht werden kann, also Kunstleder, Snappap und Leder, und diese Materialien mit 4mm dickem Filz kombiniert werden.

Filz ist aus zwei Gründen toll für diese Taschen. Einerseits ist er weich und dick, sodass alles gut gepolstert und geschützt ist. besonders beim Transport zusammen mit vielen anderen Sachen in einer Tasche (ich gebe es ja zu, auch ich trage oft Handtaschen des Modells "kleiner Reisekoffer"), ist das für die Displays aus Glas oder Folien von Vorteil.
Neben seiner polsternden Eigenschaft ist Filz aber auch ein gut isolierendes Material. Bei den momentanen Temperaturunterschieden zwischen drinnen und draußen ist dies ein guter Schutz dagegen, dass sich in technischen Geräten Kondeswasser bildet, das die Technik beschädigen könnte. Durch die isolierende Wirkung sind die Temperaturdifferenzen denen beispielsweise ein Laptop ausgesetzt wird deutlich geringer, die Zeit, die er braucht um sich wieder auf die richtige Temperatur anzupassen wenn man ihn verwenden möchte ist also geringer und das Aufwärmen beziehungsweise Abkühlen erfolgt nicht schlagartig.


Ich habe mich für meine Tasche entschieden sehr klassisch zu kombinieren. Grau mit Weinrot und schwarz. Dazu ein goldener Drehverschluss.
Mit diesem Modell kann ich nur einen sehr kleinen Einblick in die Möglichkeiten geben, die das Ebook bietet, denn Reißverschlüsse, Gummibänder, Magnetverschlüsse, hochkant und querformat- der Umfang an optionen ist gigantisch.


Schnitt: "verhüllt" für Laptops von Coelner Liebe gibt es hier. Genäht aus Filz von Stoffideen Hannover und Snappap von Snaply. Drehverschluss über Dawanda bei Petit Mercerie
Verlinkt: Creadienstag, Dienstagsdinge, HOT

Mittwoch, 30. November 2016

Vorweihnachtliche Weihnachts-Masha


Es geht in rasenden Schritten auf Weihnachten zu, und ich habe in der Vorweihnachtszeit immer Lust auf Tannengrün... Letztes Jahr, als ich die komplette Adventszeit mit lernen verbracht habe, hatte ich einen tollen weichen Interlockjersey bei unserem örtlichen Stoffladen gekauft, und habe ihn den ganzen Winter gestreichelt... Jetzt habe ich ihn dann, passend zur Jahrezeit wieder aus dem Regal geholt und endlich genäht, was ich schon damals geplant hatte: Ein edles Oberteil, das für die Feierlichkeiten der Weihnachtszeit, aber auch für en Alltag geeignet ist.


 So ein Teil ist für mich Masha von Kreativlabor Berlin. Ich hatte mir am Anfang des Jahres schon eine in senfgelb genäht, allerdings kurzärmlig, und jetzt, zum Ende des Jahres, habe ich die lange Version getestet. Immernoch als Shirt, nicht als Kleid, weil ich so viele Kleider habe, vorallem für den Winter, und momentan dank vieler kleiner Löcher in meinen alten (noch gekauften)  Longshirts, eine riesen Lücke in meinem "Basic" Fach des Kleiderschranks klafft....


Trotz meiner Beigeisterung für die Möglichkeit, mit einer Masha mit Knopfleiste bequem stillen zu können, wollte ich dieses mal etwas anderes versuchen.
Ich hatte ein Shirt mit gedoppeltem Spitzeneinsatz in einem Prospekt gesehen, und hätte es, wenn ich nicht weiterhin an meinem Plan festhalten würde keine Kleidung zu kaufen, wohl auch gekauft. So war es mein ansporn meine Masha ähnlich zu gestalten, mit einem einfachen Halsbündchen und Spitze


Um die Fläche des Einsatzes nicht zu leer zu lassen, habe ich mich entschieden zusätzlich mit Organzaband Akzente zu setzen. Ich hatte echt Angst, dass es den Trockner nicht überstehen würde, bin aber ganz erleichtert, denn auch nach der Wäsche ist nichts verzogen oder unansehnlich.


Momentan seit ihr es schon gewohnt, ich fasse mich oft kurz, der Grund dafür findet sich in den Vorbereitungen für Weihnachten und den Projekten die ich für das kommende Jahr vorbereite, aber ich verspreche ich finde für das kommende Jahr zu alter textlicher Qualität zurück! Solange verweise ich euch gern auf den Beitrag, den ich zu meiner ersten Masha geschrieben habe, eine ausführlicherere Rezension des Ebooks, und vorallem die Möglichkeit eine andere Umsetzung als den im Bruch geschnittenen Einsatz zu sehen.


Ich wünsche euch schon jetzt einen tollen zweiten Advent!

Schnitt: Masha von Kreativlabor Berlin, gibt es hier
Spitze: ertauscht bei einer "Nähkollegin" über Facebook
Jersey: Stoffideen Hannover
Verlinkt: MeMadeMittwoch