Mittwoch, 30. November 2016

Vorweihnachtliche Weihnachts-Masha


Es geht in rasenden Schritten auf Weihnachten zu, und ich habe in der Vorweihnachtszeit immer Lust auf Tannengrün... Letztes Jahr, als ich die komplette Adventszeit mit lernen verbracht habe, hatte ich einen tollen weichen Interlockjersey bei unserem örtlichen Stoffladen gekauft, und habe ihn den ganzen Winter gestreichelt... Jetzt habe ich ihn dann, passend zur Jahrezeit wieder aus dem Regal geholt und endlich genäht, was ich schon damals geplant hatte: Ein edles Oberteil, das für die Feierlichkeiten der Weihnachtszeit, aber auch für en Alltag geeignet ist.


 So ein Teil ist für mich Masha von Kreativlabor Berlin. Ich hatte mir am Anfang des Jahres schon eine in senfgelb genäht, allerdings kurzärmlig, und jetzt, zum Ende des Jahres, habe ich die lange Version getestet. Immernoch als Shirt, nicht als Kleid, weil ich so viele Kleider habe, vorallem für den Winter, und momentan dank vieler kleiner Löcher in meinen alten (noch gekauften)  Longshirts, eine riesen Lücke in meinem "Basic" Fach des Kleiderschranks klafft....


Trotz meiner Beigeisterung für die Möglichkeit, mit einer Masha mit Knopfleiste bequem stillen zu können, wollte ich dieses mal etwas anderes versuchen.
Ich hatte ein Shirt mit gedoppeltem Spitzeneinsatz in einem Prospekt gesehen, und hätte es, wenn ich nicht weiterhin an meinem Plan festhalten würde keine Kleidung zu kaufen, wohl auch gekauft. So war es mein ansporn meine Masha ähnlich zu gestalten, mit einem einfachen Halsbündchen und Spitze


Um die Fläche des Einsatzes nicht zu leer zu lassen, habe ich mich entschieden zusätzlich mit Organzaband Akzente zu setzen. Ich hatte echt Angst, dass es den Trockner nicht überstehen würde, bin aber ganz erleichtert, denn auch nach der Wäsche ist nichts verzogen oder unansehnlich.


Momentan seit ihr es schon gewohnt, ich fasse mich oft kurz, der Grund dafür findet sich in den Vorbereitungen für Weihnachten und den Projekten die ich für das kommende Jahr vorbereite, aber ich verspreche ich finde für das kommende Jahr zu alter textlicher Qualität zurück! Solange verweise ich euch gern auf den Beitrag, den ich zu meiner ersten Masha geschrieben habe, eine ausführlicherere Rezension des Ebooks, und vorallem die Möglichkeit eine andere Umsetzung als den im Bruch geschnittenen Einsatz zu sehen.


Ich wünsche euch schon jetzt einen tollen zweiten Advent!

Schnitt: Masha von Kreativlabor Berlin, gibt es hier
Spitze: ertauscht bei einer "Nähkollegin" über Facebook
Jersey: Stoffideen Hannover
Verlinkt: MeMadeMittwoch


Donnerstag, 24. November 2016

Zauberhafte Vorweihnachtszeit


Gehen bei euch auch schon die Weihnachtsvorbereitungen los? Habt ihr euch schon um Geschenke gekümmert oder die Wohnung geschmückt? Bei mir sind die Vorbereitungen im vollen Gange- auch wenn sie sich momentan nicht weihnachtlich anfühlen... Warum? Nun, ich habe mein Wohnzimmer zu einer Werkstatt umfunktioniert!
Klingt nicht so weihnachtlich? Ist es auch garnicht, aber einer der Weihnachtstage ist der Grund dafür. Am zweiten Weinachtstag wird der Zwerg zwei Jahre alt, und er bekommt eine Spielküche. Das haben vielleicht schon einige auf Instagram entdeckt, ich bin sozusagen um zehn Jahre zurückgegangen und fange wieder das Tischlern an.


Vor Zehn Jahren war ich Schülerin im Berufsgrundbildungsjahr Holztechnik, dem ersten Jahr meiner Tischlerlehre. Es hat mir einen riesigen Spaß gemacht mit Holz, Holzwerkstoffen und den Maschinen zu arbeiten. Macht es immer noch, auch wenn ich lange nicht so hochwertiges Werkzeug zur Verfügung habe wie damals (und das ist ein Thema, das mir wirklich die Laune verhageln kann...)
Als sei die Zeit um 10 Jahre zurückgedreht, reagiert auch mein Körper auf die inzwischen wieder ungewohnte Arbeit- der Staub vom Schleifen macht die Haut unrein, die Hände sind trocken und ich bin müde- So eine alte Kommode, die Basis für die Kinderküche, ist nicht ganz leicht, vorallem wenn man sie allein bewegen muss, und auch von Hand zu schleifen, das festhalten der Stichsäge oder des Excenterschleifers verlangen den Einsatz von anderen Muskeln als denen, die beim Nähen im Spiel sind...


Daher bin ich sehr froh, dass ich noch das eine oder andere unverbloggte Nähwerk habe, auf das ich zurückgreifen kann, denn ich komme kaum an die Nähmaschine und habe momentan auch wenig Lust darauf Fotos zu machen.


Heute zeige ich euch den Skirty von Sewera. Ich habe ihn im Probenähen parallel zum Body genäht, und mich beim Material für Chiffon und Tüll entschieden. Ich wollte etwas zartes, das sich gut mit dem weißen Body kombinieren lässt, machen, das ruhig etwas besonders und nicht alltagstauglich, sondern einfach eine Art Streichelkur für die Seele ist.


Das Zarte und der Beitrag zu Tischlerarbeiten, wie passt das jetzt zusammen? "Zart" ist die ungläubige Beschreibung vieler Kundinnen gewesen, wenn sie mich Schränke oder Türen haben tragen sehen. "Können Sie das wirklich tragen? Sie sind doch so zart!" Ich selbst hätte mich mit diesem Wort nie beschrieben, und war mir dieser Wirkung auch nicht bewusst- was viel mehr in mein Bewusstsein rückte war, dass es ganz offensichtlich die Frauen waren, die mir diesen Job nicht zutrauten. Männer reagierten manchmal mit einer Art Faszination für das "Ungewöhnliche", was ich auch nicht als angenehm empfand, aber immerhin nicht erforderte mich zu rechtfertigen oder zu erklären.


Ich habe mich selbst nie als ungewöhnlicher empfunden, als andere Menschen. Ja, mein Lebenslauf ist vielleicht für den einen oder anderen unkonventionell- ich habe nach dem Abitur eine handwerkliche Ausbildung gemacht und diese nicht verkürzt, ich studiere, habe im Studium ein Kind bekommen, und habe immer parallel gearbeitet. Aber wenn man drin ist, in diesen Phasen des Lebens, dann ist man nicht so exotisch wie es von außen vielleicht scheint. Ich bin nicht als einzige nach dem Abitur nicht sofort an die Uni gegangen- einer meiner Mitschüler ist Tattoowierer geworden, das finde ich viel ungewöhnlicher als Tischler (wahrscheinlich, weil ich unglaublichen Respekt vor der Verantwortung habe, Menschen unvergängliche Motive unter dieHaut zu stechen), aber er wird auch das als normal ansehen, weil man andere Menschen kennenlernt, die auf ganz ähnlichen Wegen zu diesem Job gekommen sind.


In der Uni war es plötzlich zur gleichen Zeit normal und ungewöhnlich: zeitweise gab es außer mir niemanden an der ganzen Uni, der die gleiche Fächerkombination studierte, und ich hatte viele Veranstaltungen mit denen, die einen schnurgeraden Lebenslauf haben und direkt aus der Schule kamen. Wärend ich in Chemie immer eine der ältesten war, bin ich in Holztechnik noch eine der jüngeren, denn dort hat fast jeder eine Lehre gemacht, teilweise auch einen Techniker- oder Meistertitel, dort heirateteten einige während des Studiums, und hatten oder bekamen Kinder.


Mit dem Nähen geht es mir manchmal ganz ähnlich. Es gibt die Kreise, in denen ich mich bewege, in denen es fast ungewöhnlicher ist, wenn man nicht näht, strickt oder kocht, und es gibt die, in denen ich ungläubig angeguckt werde, wenn ich erzähle, dass ich inzwischen fast ein komplettes Jahr ohne den Kauf von Kleidung lebe. Die Durchmischung dieser Kreise ist es, was dafür sorgt, dass keine Langeweile aufkommt. Was mir aber immer wieder auffällt ist, dass es sehr viel angenehmer ist, wenn der "Exotenstatus" allein aus dem Handeln und nicht aus dem was du bist entsteht. Wenn es um mein nähen, stricken oder basteln geht, ist es selbstverständlich, dass das "Frauentätigkeiten" sind. Wenn ich etwas schweres trage oder etwas baue, dann ist nicht ungewöhnlich was ich tue, sondern dass es eine Frau tut. Die "Bewunderung" hat daher immer einen faden Beigeschmack.


Da wir kurz vor Weihnachten stehen, ist das neue Jahr nicht weit, und damit wieder Zeit sich Gedanken zu machen zu Vorsätzen und Veränderungen. Ich würde mir wünschen, dass es wieder selbstverständlicher wird, solche "gutgemeinten Diskriminierungen" zu reflektieren. Ich habe das Gefühl, dass wir uns momentan immer stärker in unsere Hobbys verkriechen, wenig über den Tellerrand geschaut wird, und man sich so wenig wie möglich mit Politik befassen möchte, weil alles groß, unaufhaltsam und bedrohlich zu sein scheint. Und ich glaube, dass das gefährlich ist, und wir noch viele Themen neben dem Feminismus aus der Mottenkiste ziehen sollten!


Body: Schnitt von Sewera gibt es hier, genäht aus einem Strukturjersey von Butinette und hier auf dem Blog ausführlicher Vorgestellt.
Rock: Schnitt "Skirty" von Sewera (hier) aus Chiffon aus meiner Retrokiste und Tüll von Geschenkhaus Hamburg über Ebay
Verlinkt: Rums

Dienstag, 15. November 2016

Nochmal Bugsy


Es ist, wie so oft bei mir, nicht bei einem einzigen Kleid geblieben im Probenähen von UNIKATze. Das erste Bugsy war sogar schon fertig, als das Wetter noch richtig schön war. Gerade momentan, wo ich vor grau-trüben Tagen garnicht weiß, wann ich Fotos von all den Sachen machen soll, die schon fertig genäht bereit liegen, wünsche ich mir diese frühherbstlichen Tage zurück....


Durch das grisselige Novemberwetter hatte ich in der letzten Woche das Gefühl, dass diese Bilder eigentlich fast zu sommerlich sind, mit den leuchtenden orange-roten Tönen. Nachdem ich nochmal ein Bischen darüber nachgedacht habe, habe ich aber entschieden, dass ich mich in diesem Kleid auch unter dem Weihnachtsbaum wohlfühlen würde, und was in den Dezember passt, das kann man auch ohne Bedenken im November zeigen.


Bei den Stoffen habe ich für dieses Kleid tief in die Retrokiste gegriffen. der Hauptstoff, aus dem Rock und Vorderteil bestehen, ist eine art festerer Crepe. Der den ich an den Ärmeln, Rüschen und für das Rückenteil genommen habe, ist ein sehr leichter Baumwollstoff, der sich unheimlich gut trägt. Beide Stoffe habe ich geschenkt bekommen, aus Beständen von Leuten, die sie auf Grund ihres Alters und der damit einhergehenden Zipperlein und Krankheiten nichtmehr vernähen konnten.....


Ich freue mich immer, wenn ich solche Stoffe "retten" kann. Einerseits natürlich, weil es tolle Stoffe gibt, deren Muster inzwischen wieder in sind, und weil gerade die, die Jahrzehnte lang genäht haben, oft Stoffe in einer tollen Qualität haben. Andererseits aber auch, weil ich meine eigene Zukunft in ihnen sehe.... Wenn ich weiter wie bisher Stoffe kaufe, werde ich eine beachtliche Sammlung haben, wenn ich das Nähen irgendwann aufgeben muss (ich hoffe inständig, dass es dazu nie kommt), und ich würde mir wünschen, dass auch meine Schätze nicht im Müll landen, sondern in Händen, die sie zu schätzen wissen und etwas tolles daraus zaubern....


Gerade diese Gedanken lassen mich an meine "Personal Challenge" denken... Ich hatte vor nur projektbezogen Stoff zu kaufen... Den Vorsatz habe ich spätestens in der zweiten Jahreshälfte vergessen.... Trotzdem habe ich einiges an Stoffen abgebaut, die schon länger lagen. Im Regal finden sich eher die neueren- Stoff und Wein haben so einiges gemeinsam.....
Trotzdem kann ich meinen Vorsatz nicht ganz aufgeben, und werde daher eine neue Challenge für 2017 für mich festlegen.... Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch Lust dabei mitzumachen? #mein2017 wird ab jetzt jedenfalls geplant!


Kleid: "Bugsy" genäht nach dem Schnitt von UNIKATze, gibt es hier. Stoffe aus der Retrokiste
verlinkt: RUMS

Donnerstag, 10. November 2016

Body von Sewera


habt ihr schonmal einen Body genäht? Nein, ich meine nicht einen Babybody, ich meine einen für Erwachsene! Ich hatte es schon gut ein Jahr vor. Vor knapp einem Jahr gab es nämlich für kurze Zeit einen übersetzten Schnitt für einen Body bei Nähconnection. Ich habe den Schnitt zwar gekauft, aber bisher nicht genäht- dafür aber einen anderen, den es ganz frisch als Ebook bei Sewera gibt.


Beim Thema Body schwingt bei mir immer ein Bischen der Zweifel mit, ob da denn so praktisch ist. Nicht umsonst tragen Kinder, wenn sie trocken werden, meist nicht länger Bodys sondern Unterhose und Unterhemd. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Body anzuziehen: einerseits die, dass man den Body im Schritt geschlossen näht, und durch den Halsausschnitt "einsteigt", andererseits die Möglichkeit ihn im Schritt mit Haken, Knöpfen oder ähnlichem zu schließen und wie einen Pullover über den Kopf anzuziehen. Ich habe mich, damit ich mich, besonders jetzt, wo es draußen so richtig kalt wird, nicht für jeden Gang zur Toilette obenrum ausziehen muss, entschieden die Version mit Druckknöpfen zu nähen.


Der Grund, warum Bodys dennoch sehr praktisch sind, und ich unbedingt noch ein paar mehr brauche, ist, dass sie nicht weg können! Bodys bleiben an Ort und stelle, und wandern nicht schritt für Schritt auf den Wohlstandsröllchen nach oben! Dass sie einen nackten Bauch und Rücken vermeiden ist schließlich auch der Grund, warum wir unsere Babys mit einem Body bekleiden, wenn wir sie schön warm halten wollen.... Ich bin bekennende Frostbeule, und ich hasse es, wenn ich nach einigen Schritten, die ich gehe, erstmal mein Shirt zurück an seinen Platz ziehen muss... Ich weiß, ich könnte abnehmen, das würde das Problem ebenfalls lösen- aber Bodys nähen ist so viel einfacher.....


Bis ich dieses Mal ein passendes Outfit im Kopf hatte hat zugegeben weit länger gedauert als einen Body zu nähen (Der ist nämlich innerhalb einer Stunde fertig). Ganz wichtig war schließlich, dass der Body wirklich für meinen Kleiderschrank beziehungsweise zum Tragen genäht ist, nicht für ein paar schöne Fotos, nach deren Aufnahme er dann in einer Kiste landet aus der er nicht wieder befreit wird. Er musste also unbedingt zu vielen meiner vorhandenen Kleidungsstücke passen. Die Wahl ist letztlich auf den weißen Strukturjersey gefallen, den ich ursprünglich mal für eine Strickjacke vorgesehen hatte. Dass ich ohnehin zu viele Strickjacken habe, hatte ich an anderer Stelle schon erwähnt, daher war es eine gute Entscheidung ihn umzufunktionieren.


Kombiniert habe ich ihn für die Fotos mit einem Rock, den ich euch demnächst noch genauer vorstellen möchte. Und, motiviert durch die anderen Probenäherinnen, habe ich auch zwei "mutige" Fotos für euch gemacht. Wenn ich Probenähe finde ich es einfach wichtig, dass man auf den Bildern auch die Passform erkennen kann. Daher gibt es noch zwei Bilder ohne Rock- letztlich ist man in so einem Body ja trotzdem noch angezogener als in der Badebekleidung, die man fürs Schwimmbad tragen würde, also warum nicht?


Gerade die Frauen, die, wie ich, die größeren Größen bedienen, haben mich bei diesem Probenähen begeistert! So wahnsinnig tolle Fotos, und so tolle Kurven! Ich bin neidisch auf so manches Foto, das oberhalb der Größe 40 entstanden ist- da können die "schlanken Hasen" dieses Mal wirklich einpacken! Bodys sind einfach ein Traum für die Figur, weil nichts einschneidet oder kneift!


Abschließend darf ich noch verkünden, wer das Ebook bei mir auf dem Blog gewonnen hat: Ich wünsche mir Body Bilder von Teresa Mayr! Bitte melde dich innerhalb von 24 Stunden bei Sewera!


Body: Schnitt "Body" von Sewera, gibt es hier. Genäht aus einem Strukturjersey, den ich über die Facebookgruppe "Stoff Kamera Liebe" gekauft habe, den es aber auch hier bei Buttinette gibt.
Rock: Schnitt "Skirty" von Sewera, gibt es hier. Genäht aus roséfarbenem Chiffon aus der Retrokiste und roséfarbenem Tüll von ebay.
verlinkt: RUMS

Dienstag, 8. November 2016

Und Stricken kann sie auch?!


Ja, Stricken war tatsächlich schon lange vor dem Nähen mein Hobby- musste dem guten Gefühl, dass man schnelle Ergebnisse an der Nähmaschine erzielen kann, vor einiger zeit etwas weichen. Anders als die laute nähmaschine kann man die leise klappernden Nadeln aber gut mit auf die Couch, vor den Fernseher nehmen, mit einem Glühwein oder einer Tasse heißem Kakao.... 
Die warme, kuschelige Wolle, die durch die Finger gleitet- ein tolles Hobbie für die kalte Jahreszeit.


Den Loop aus dem dicken, senfgelben Garn habe ich tatsächlich schon vor fast einem Jahr angefangen. Für den Frühling und Sommer musste ich ihn dann aber halbfertig zur Seite legen, denn wenn es warm wird mag ich einfach nicht stricken....
pünktlich zum Herbst habe ich ihn aber fertiggstellt. Glücklicherweise kann man aus dicker Wolle schnell stricken!


Statt der üblichen, unsichtbaren Naht, habe ich die beiden Enden meines Loops mit einem dicken grauen Faden zusammengehäkelt. Ein schöner Hingucker, wie ich finde....
Alternativ hätte ich auch Knöpfe als Highlight einsetzen können, aber gerade die Einfachheit der Naht macht sie für mich so interessant.


Wie die meisten Berichte momentan, fällt auch dieser wieder etwas kürzer aus, da ich bis zum Hals in Projekten stecke. Ich hoffe, wenn ihr die Ergebnisse seht, verzeiht ihr mir diese knappen Beiträge.


Loop: gestrickt auf 12er Nadeln im perlmuster, Wolle von Schachenmeyer
Verlinkt: Creadienstag


Donnerstag, 3. November 2016

Bugsy- Kleidsam durch den Herbst


Ich stelle gerade fest, dass meine Herbstberichte etwas kürzer ausfallen, als meine Beiträge gewöhnlich sind. Nein, ich leide nicht am Blogger- Burnout, ich arbeite nur an vielen neuen Projekten, die ich euch in zukunft dann genauer vorstellen möchte. Ein Projekt der letzten Wochen ist Bugsy, ein herbstliches Kleid.


Ich bin mir garnicht sicher, ob ich nach dem Lillestoffestival mal erzählt habe, dass ich mich dort verliebt habe?! Sabrina von UNIKATze trug dieses wunderschöne Kleid aus geblümtem Crêpe-Georgette, Ärmel aus Chiffon, Federohringe, braune Boots..... Ihr wisst, ich liebe UNIKAtze für ihre Schnitte und als tollen Menschen und Freundin, aber ich kann nicht verstehen, wenn es an diesem Tag irgendjemanden nicht "erwischt" hat....


Eine Sabrina für jeden gibt es zwar nicht, aber das Kleid, das sie damals getragen hat, war ein Bugsy, und ganz frisch ist dieser Schnitt jetzt auch bei ihr erhältlich. Wer will nicht mal einen Tag Traumfrau sein......
Ich habe mich für eine sehr herbstliche Variante entschieden: Congacfarbener Crêpejersey (Ich habe immer mal wieder den Anspruch zu testen, ob man auch von den empfohlenen Stoffen abweichen kann) mit einem kleinen Muster. Lange Ärmel und natürlich die verspielten Rüschen, aber ohne den vorgesehenen Tunnel. Der Wollte bei meinem Stoff nämlcih nicht so recht mitspielen, lässt sich aber toll durch einen Gürtel ersetzen.


Anfangs hatte ich wirklich Bedenken, dass mich die Rüschen im Oberkörper zu breit machen, oder es die Brust zu stark betont- im Nachhinein aber eine Unbegründete Sorge, und ich bin froh mich dafür entschieden zu haben, denn irgendwie machen diese Rüschen den Look des Kleides aus.
Passend zur Teilungsnaht in der vorne die Rüschen eingesetzt sind, gibt es auch am Rücken eine Teilung, eine einfache Naht, die aber einen dezenten Effekt gibt, der mir sehr gut gefällt.


Die Ärmel sind etwas weiter- mich lässt das immer ein Bischen an Gypsy oder Hippie Looks denken... Eben etwas verträumt, verspielt.... Da konnte ich dann auch nicht anders, als ein wenig verträumte Fotos zu machen. Leider noch gezeichnet von einer Erkältung, die mich ein paar Tage heimgesucht hatte.


Ich hoffe, dass euch Bugsy genauso gut gefällt, wie mir, und viele sich ebenso in den Schnitt verlieben, denn er lohnt sich wirklich!


Kleid: "Bugsy" von UNIKATze, gibt es hier, genäht aus Crêpejersey von Buttinette
Verlinkt: Rums

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Bunte Blätter fallen....


Es lässt sich nicht leugnen, wir sind mitten im Herbst, das Wetter ist nasskalt, am liebsten würde ich mir nur noch warme große Kuscheldecken nähen unter denen ich mich auf dem Sofa mit einem warmen Kakao oder einem heißen Tee verkriechen kann. Tatsächlich hatte ich am Wochenende schon die ersten Gedanken an Weihnachtskekse....
Leider- oder auch glücklicherweise, denn sonst würde ich vielleicht wirklich nur zum Einkaufen vor die Tür gehen, bietet ein Sofa mit einer großen Decke nicht genug Bewegungsmöglichkeiten für einen Einjährigen, und ich muss raus.



Es bleibt also nichts anderes übrig, als mich warm einzukuscheln, und das Warme, Kuschelige, fehlte meinem Kleiderschrank noch zu einem großen Teil. Vorallem fehlte die Abwechslung in meinen wärmeren Sachen. Ich bin ein Fan von Strickjacken, die zwar praktisch sind, aber auf Dauer eben auch etwas langweilig. Als mich im Stoffgeschäft dann auf dem Resteständer dieser tolle Fellstoff mit Pailletten anlachte, bin ich in alter Gewohnheit fast bei einem Strickstoff direkt daneben hängengeblieben. Tatsächlich war ich so unsicher, ob ich den Stoff kaufen soll, dass ich, obwohl er nur 6,50€ kosten sollte, bis zum nächsten Tag gewartet habe, bis ich mich durchgerungen hatte, dass ich wirklich eine Fellweste brauche und mir sicher war sie auch zu tragen.


Ehrlich gesagt, ich habe sie bisher wirklich nur für die Fotos getragen. Einserseits steht sie meiner Schneiderpuppe so gut, und andererseits trage ich nicht täglich Outfits, zu denen ich sie kombinieren könnte. Dass ich an meinem Kleiderschrank in Sachen Kombinationsmöglichkeiten noch arbeiten muss hatte ich ja schon festgestellt.


Zu einem zarten Kleid oder einer herbstlichen Tunika gefallen mir Westen immer am besten- leider machen sie oft eine unvorteilhafte Figur. Daher muss ich wohl noch ein Bischen üben, wie man die Weste richtig stylt, aber Meister sind ja noch nie vom Himmel gefallen. Die Herausforderung ein Kleidungsstück, das ich nie vorher genutzt habe in meine Garderobe zu integrieren ist in jedem Fall eine, die ich gern annehme.


Genäht habe ich sie übrigens nach meinem eigenen Schnitt. Ich würde insgesamt gern öfter vom Schnittmuster weg und von A bis Z alles selbst entwerfen an meiner Kleidung. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg- ale Bücher die ich bisher zu dem Thema verschlungen habe waren wenig hilfreich, oft werden wiederum Kleidungsstücke zu Grunde gelegt, die abgezeichnet werden, was ich nicht möchte. An der Puppe Papierstücke (mir fehlte Nessellstoff) zusammenzustecken und anzupassen, bis ich daraus Schnitteile abzeichnen konnte war schon eher mein Ding- wenn es wohl auch nicht der schnellste oder einfachste Weg ist zum Schnitt zu kommen.


Ich bin jedenfalls gespannt wohin mich diese Technik führen wird, wenn ich versuche sie auf kompliziertere Teile anzuwenden. Bis dahin drehe ich mir erstmal die Heizung an, mache mir einen neuen Tee und nähe ein paar der anderen Projekte, die sich hier momentan häufen.


Weste: eigener Schitt, Fellimitat mit Pailetten von Stoffideen Hannover
Kleid: Schnitt "Bugsy" von Unikatze, noch nicht erschienen, Stoffe aus meiner "Retrokiste"
verlinkt: MeMadeMittwoch, After Work Sewing